Blutdruck messen bei Bluthochdruck

Bluthochdruck – Hypertonie

Krankheitsbilder

Der Bluthochdruck

Wie gefährlich ist dieses Symptom und was kann ich dagegen tun?

Oft leiden Patienten schon jahrelang an Bluthochdruck, ohne es überhaupt zu merken.

Jeder dritte Erwachsene in den modernen Industrieländern leidet heutzutage darunter, vielfach sind sogar schon Kinder betroffen.

Eine Hypertonie tut nicht weh, jedoch führt sie zu Schäden am Herzen und den Blutgefäßen (Arteriosklerose). Im Extremfall drohen Herzinfarkt und Schlaganfall (Apoplex). Auch die Nieren und die feinen Gefäße im Auge sind sehr empfindlich für einen dauerhaft erhöhten Blutdruck, Nierenversagen und Blindheit sind die möglichen Folgen.

Ein erhöhter Blutdruck ist laut Definition aktuell ein Wert von 140/90 mmHg, welcher wiederholt gemessen wird.

Wenn Sie also an einer Hypertonie leiden, sollten Sie nicht zögern diese behandeln zu lassen. Denn sehr oft hängen damit auch noch andere körperlichen Beschwerden zusammen, die ebenfalls verschwinden, wenn der Blutdruck sich normalisiert.

Wie Sie dies ohne Tabletten vom Arzt erreichen können, erfahren Sie hier.

Ursachen

Bevor wir zu den Ursachen für eine Hypertonie kommen, eine kurze Erklärung, was Blutdruck überhaupt bedeutet.

Unser Herz pumpt das Blut durch unseren Körper, wobei es dabei zwei Phasen durchläuft.

In der ersten Phase, welche wir Diastole, also Austreibung nennen, zieht sich der Herzmuskel kräftig zusammen und pumpt das Blut in die große Hauptschlagader (Aorta), von der es dann in die Arterien des Körpers gelangt. Der Druck, welcher hierbei entsteht, kann am Handgelenk oder am Hals als Puls getastet werden. Bei der Blutdruckmessung entspricht er dem ersten, dem diastolischen Wert.

Danach beginnt die zweite Phase, in der sich der Herzmuskel wieder entspannt und das Herz sich erneut mit Blut füllt. Der Druck in den Blutgefäßen, den man jetzt messen kann, ist der systolische Wert.

Zusammen ergibt das dann einen Wert wie zum Beispiel 120/80 mmHG. Ist der Mensch gesund, kann der Körper je nach Bedarf (Belastungs- oder Ruhephasen) den Blutdruck variabel an die jeweiligen Bedürfnisse anpassen.
Das bedeutet, dass Schwankungen hier durchaus völlig normal sind, je nach Tageszeit und Aktivität kann sich dieser häufig ändern. Auch im Alter ist es möglich, dass der Blutdruck im Durchschnitt zunimmt, da die Gefäße an Elastizität verlieren.

Als Hypertonie bezeichnen wir nach Angaben des Robert Koch Institutes in Berlin alle Menschen, welche Druckwerte über 140/90 mmHg  aufweisen. Dies sind mittlerweile gut ein Drittel aller 18 bis 79 Jährigen in Deutschland. Sogar bei  Kindern wird in etwa fünf Prozent der Fälle ein Bluthochdruck diagnostiziert.

Kommen wir nun zu den Ursachen:

Wie so oft, ist eine klare Ursache zu finden recht schwierig. Es werden verschiedene Faktoren genannt, wie Stress, Übergewicht, Bewegungsmängel und natürlich auch die Gene. Alter, Geschlecht, Umweltfaktoren (z.B. rauchen), all das spielt ebenfalls eine Rolle.

Wird eine klare Ursache gefunden, spricht man von der sekundären, also erworbenen Hypertonie.

Dies ist zum Beispiel bei einer Erkrankung der Nieren, Nebennieren, der Schilddrüse, oder bei einer Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) so.

Das ist jedoch nur in etwa 10 Prozent aller Betroffenen der Fall, viel häufiger ist die primäre Hypertonie, wofür es eben keine genaue Ursache gibt. Zumindest keine, welche sich so einfach finden ließe.

Die Naturheilkundliche kennt aber noch eine ganze Reihe an möglichen Ursachen, von denen wir hier nur einige aufzählen:

  • Übersäuerung des Körpers
  • Ablagerungen an Gefäßwänden
  • Stress und psychische Überlastung
  • Medikamente wie die Antibabypille
  • Nierenschwäche
  • zu hohe Harnsäurewerte
  • Störung der Darmflora

Symptome

Das tückische an einem Bluthochdruck ist, dass er sehr oft lange Zeit völlig symptomlos verläuft.

Erste Anzeichen sind:

  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • verminderte Leistungsfähigkeit
  • Konzentrationsprobleme
  • Nervosität
  • Schlafstörungen
  • Stimmungsschwankungen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Luftnot bei körperlicher Belastung
  • Luftnot bei Aufregung

Solche Symptome sollten immer sehr ernst genommen werden und unbedingt von einem erfahrenen Arzt oder Heilpraktiker abgeklärt werden.

Manchmal treten sogenannte krisenhafte Blutdruckerhöhungen auf, hierbei verspürt der Betroffene Panikattacken, Angst, Unruhe, Atemnot und ähnliche Symptome wie bei einem Herzinfarkt (Engegefühl in der Brust oder Schmerzen)

Hierbei ist sofort der Notarzt zu verständigen, wenn diese Symptome nicht schnell wieder verschwinden.

Diagnose

Die Diagnose eines Bluthochdrucks ist meist recht einfach und schnell gestellt.

Blutdruckmessungen über einen gewissen Zeitraum geben Auskunft über die durchschnittlichen Werte. Hier genügt ein einzelner Wert auf keinen Fall, da wie oben beschrieben auch bei gesunden Menschen spontane Schwankungen auftreten können.

Besonders genaue Ergebnisse liefert eine Langzeit-Blutduckmessung, hier wird meist über 24 Stunden gemessen, der Patient bekommt dafür ein spezielles Gerät mit nach Hause.

Dazu kommt eine genaue Anamnese, wo nach familiärer Belastung und Risikofaktoren gefragt wird, um so Anhaltspunkte für die möglichen Ursachen zu bekommen.

Des weiteren werden Urinuntersuchungen zur Abklärung einer Nierenschwäche, EKG (Elektrokardiogramm), Blutlabor, Ultraschall, eine Palpation der Schilddrüse und vieles mehr durchgeführt.

Lassen sich keine organischen Ursachen für die Hypertonie finden, gilt die Diagnose primäre Hypertonie.

Normalwerte und Klassifikation des Bluthochdrucks
(European Society of Hypertenion (ESH)/European Society of Cardiology (ESC) 2013)

Optimal:

  • Unter 120 mmHgsystolisch/ unter 80mmHg diastolisch

Normal:

  • 120 – 129 mmHg systolisch / 80 – 84 mmHg diastolisch

Hoch normal:

  • 130 – 139 mmHg systolisch / 85 – 89 mmHg diastolisch

Hypertonie Grad 1:

  • 140 – 159 mmHg systolisch / 90 – 99 mmHg diastolisch

Hypertonie Grad 2:

  • 160 – 179 mmHg systolisch / 100 – 109 mmHg diastolisch

Hypertonie Grad 3:

  • ab 180 mmHg systolisch / ab 110 mmHg diastolisch

Isolierte systolische Hypertonie (Pulsdruckhypertonie):

  • ab 140 mmHg systolisch / unter 90 mmHg diastolisch

Zur Blutdruckmessung soll noch gesagt sein, dass dieses am besten an beiden Armen und bei älteren Menschen oder Diabetikern auch an den Füßen durchgeführt werden sollte, da hier Schwankungen von bis zu 20 mmHg und mehr auftreten können. Dieses sollte dann ebenfalls zügig untersucht werden.

Therapie

Wenn eine auslösende Grunderkrankung als Ursache gefunden werden konnte, ist diese natürlich zu behandeln. Wir beschäftigen uns hier ausschließlich mit der Therapie der primären Hypertonie, da alles andere zu weit führen würde.

Der erste Schritt einer jeden Behandlung sollte immer die Umstellung der Lebensumstände sein, welche Risikofaktoren für einen Bluthochdruck darstellen.

Mehr Bewegung an der frischen Luft, gesunde Ernährung, Stressreduktion, Verzicht auf Alkohol und Zigaretten und so weiter.

Ist dies nicht möglich, so stehen in der Schulmedizin eine Vielzahl an sogenannten Antihypertensiva /Antihypertonika (Blutdrucksenker) zur Verfügung, einige davon sind:

  • Diuretika
  • ACE-Hemmer
  • AT-1-Rezeptor-Antagonisten
  • Kalziumantagonisten
  • Betarezeptorenblocker
  • Reninantagonist Aliskiren

All diese Medikamente haben zum Ziel, den Blutdruck auf einen Wunschwert von unter 140/89 mmHg zu senken. Dabei sollte man geduldig sein, es dauert mindestens drei bis vier Wochen, sie ihre Wirkung entfalten. Meist reicht jedoch ein Medikament alleine nicht aus, kann es den Wert meist nur um 5 bis maximal 10 mmHg reduzieren. So wird oft eine Doppel- oder Dreifachkombination gegeben, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen.

Hierbei ergeben sich oft eklatante Nebenwirkungen, wie ein starker Blutdruckabfall, Schwindel, Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen, Verdauungsbeschwerden, Muskelkrämpfe, Herzrhythmusstörungen, Gesichtsschwellungen, trockener Reizhusten, Atemnot, Wassereinlagerungen in den Beinen, Übelkeit, Hautrötungen und Potenzstörungen.

Einen ganze Menge also, die doch niemand gerne haben möchte, oder?

Was also tun, um den Blutdruck natürlich und ohne Nebenwirkungen zu senken, sich dabei auch noch gesund und gut zu fühlen und seinen Lebenserwartung deutlich zu steigern?

Hierzu ist ein erfahrener Therapeut vonnöten, der mit Ihnen einen ganz persönlichen Behandlungsplan erstellt. Es lassen sich mit einfachen Maßnahmen teilweise beeindruckende Erfolge erzielen.

So kann zum Beispiel eine deutlich reduzierte Salzzufuhr am Tag den Blutdruck um bis zu 22 mmHg im diastolischen und 9 mmHg im systolischen Bereich senken und das ganz ohne Medikamente.

Der regelmäßige Verzehr von hochwertigen Omega-3-Fettsäuren kann den Blutdruck um bis zu 15 mmHg/8 mmHg senken, genauso wie ein klassisches Medikament.

Das sind nur einige Beispiele aus vielen, die uns zur Verfügung stehen, welches für Sie das richtige ist, gilt es herauszufinden.

Manche sprechen auf eine Kochsalzreduktion wie oben besprochen an, anderer wiederum überhaupt nicht. Das liegt daran, dass es salzsensitive und salzunsensitive Menschen gibt.

Genauso verhält es sich mit anderen Therapieformen, deshalb werfen Sie nicht gleich die Flinte ins Korn, wenn etwas, dass bei jemand anderen wirkt, bei Ihnen nicht anschlägt.

Selbst körperliche Bewegung der einfachen Art wie wandern hat einen deutlichen Einfluss auf erhöhten Blutdruck. Eine Studie des Instituts für Leistungsdiagnostik und Gesundheitsförderung der Universität Halle-Wittenberg belegt, dass zweimal wöchentliches Wandern (ab ca. 4km) den Blutdruck nach sieben Wochen deutlich reduziert hat (systolisch um 9,2, diastolisch um 4,3 mmHg).

Prognose

Bei einer primären Hypertonie ist die Prognose ausgesprochen gut, mit den richtigen Maßnahmen und einer guten Beratung meist völlig in den Griff zu bekommen.

Sie werden außerdem überrascht sein, wie viele andere Dinge sich in Ihrem Körper positiv verändern werden, da eine naturheilkundliche Therapie nie nur eine Ursache alleine behandelt, sondern immer den ganzen Organismus. Vielleicht verschwinden lästige Allergien, Hautausschläge, Depressionen, Verdauungsbeschwerden und vieles mehr.

Wenn Sie unter Bluthochdruck leiden, rufen Sie uns noch heute an und vereinbaren ein Beratungsgespräch.