Gürtelrose am Brustkorb

Gürtelrose – Herpes Zoster

Krankheitsbilder

Die Gürtelrose wirkungsvoll in den Griff bekommen – kein Problem!

Die Gürtelrose, auch Herpes Zoster, ist ein ansteckender und sehr schmerzhafter Hautausschlag, welcher durch das Varizella-Zoster-Virus ausgelöst wird. Dieses Virus gehört zu der Familie der Herpes-Viren und befindet sich im Körper von etwa 90% aller Menschen in Deutschland.

Die meisten kommen als Kinder das erste Mal mit ihm in Kontakt, hier löst er nämlich die altbekannten Windpocken (Varizellen) aus, welche bei Kindern meist harmlos verlaufen.

Mittlerweile gibt es Impfungen gegen Windpocken, jedoch haben sehr viele Menschen diese Infektion bereits durchgemacht. Wenn diese Erkrankung überstanden ist, verbleibt das Virus wie alle Viren der Herpes-Familie ein Leben lang im Körper, indem es sich in bestimmten Hirn- und Rückenmarksnerven (Hirnnerven- und Spinalganglien) einnistet.

Hier wartet es geduldig auf eine neue Chance auszubrechen, oft mehrere Jahrzehnte lang. Sein Moment ist dann gekommen, wenn das Immunsystem stark geschwächt ist. Dann wandern die Viren den Nerv entlang in das jeweilige Hautversorgungsgebiet und treten dort an die Oberfläche. Dieser streifenförmige Verlauf hat der Gürtelrose ihren Namen gegeben. Sie kann überall am Körper auftreten.

Ursachen

Als Erreger dieser Erkrankung ist das Varizella-Zoster-Virus (VZV) – auch als Humanes Herpes-Virus-3 (HHV-3) bezeichnet – nachgewiesen. Die Viren schlafen viele Jahre in den Spinalganglien und treten bei Schwächung des Immunsystems an die Hautoberfläche.

Eine Ansteckung mit diesem Virus ist sehr leicht, da Kinder mit Windpocken hochansteckend und zugleich in Kindergärten und Schulen eng beieinander sind. Hier reicht ein einfaches Niesen oder Husten aus, um den Virus zu übertragen.

Die Gürtelrose ist da etwas weniger problematisch, da sie nur durch direkten Kontakt mit dem Bläscheninhalt (Schmierinfektion) übertragen werden kann. Auch hier kommt es nur zu einem Ausbruch, wenn das Immunsystem schwach ist.

Symptome

In 80 % aller Fälle tritt zuerst eine sogenanntes Prodromalstadium auf, welche durch Fieber, Müdigkeit und Abgeschlagenheit gekennzeichnet ist.

Später kommt es zu starken brennenden und/oder stechenden Schmerzen auf der Haut im Verlauf des Nerven. Auch können Empfindungsstörungen (Parästhesien) und diffuse Schmerzen im Körper auftreten, welche oft zu Fehldiagnosen wie Bandscheibenvorfall, Herzinfarkt, Nierenkolik usw. führen.

Das Nervengewebe beginnt sich durch den Virus zu entzünden, es entwickelt sich in Schüben der bekannte Hautausschlag. Dieser ist einseitig auftretend, sehr schmerzhaft, gerötet und entwickelt sich in 4 Phasen:

  1. Kleine, erhabene Stellen, die Haut ist gerötet und der Verlauf strangförmig.
  2. In ca. 12 bis 30 Stunden entwickeln sich in diesem Bereich kleine Bläschen, welche etwa Reiskorn groß und prall mit Flüssigkeit gefüllt sind. Die Flüssigkeit ist klar und extrem ansteckend.
  3. Nach weiteren 2 bis 3 Tagen verschmelzen diese Bläschen (Konfluenz) miteinander und die Flüssigkeit wird gelblich trüb. Sie brechen auf und geben ihren Inhalt nach außen ab, hier ist absolute Vorsicht walten zu lassen, da dieser durch Schmierinfektion andere Personen anstecken kann. Danach trocken diese Stellen ein, was etwa 7 bis 13 Tage dauern kann.
  4. Es bildet sich eine braun-gelbe Borke über den betroffenen Stellen, welche immer mehr eintrocknen. Diese Phase kann bis zu vier Wochen dauern, dann ist der Zoster vollständig abgeheilt.

Ausnahmen bilden hier alte und immungeschwächte Patienten, sie können einen chronischen Verlauf erleiden, welcher viele Monate dauern kann.

Eine Narbenbildung ist möglich, besonders wenn betroffene Stellen aufgekratzt werden und sich sekundär durch Bakterien entzünden.

In sehr seltenen Fällen bleibt der Hautausschlag sogar ganz aus und es treten nur Nervenschmerzen auf.

Komplikationen

Bei einem extremen Verlauf  können auch die Hirnnerven betroffen sein und die Entzündungen schwerwiegende Folgen haben.

Ein Befall des Auges nennt man Zoster ophthalmicus, dieser kann durch Entzündung des Sehnervs, der Netz- oder Regenbogenhaut zu Sehstörungen oder sogar Erblindung führen.

Ein Befall des Ohres (Zoster oticus) führt häufig zu einer teilweisen Lähmung des Gesichtes, der sogenannten Facialisparese, welche auch nach einem Schlaganfall (Apoplex) auftritt.

Ist der Betroffene Patient sehr immungeschwächt, kann der Herpes-Zoster sich auch im ganzen Körper in den Organen ausbreiten, man spricht hier von einem disseminierten Herpes-Zoster-Infekt.

Dieser ist lebensgefährlich, eine Hirnhautentzündung Meningitis kann sogar zum Tode führen.

Diagnose

Meist wird die Diagnose durch die klinischen Symptome und Blickdiagnose gestellt, da diese in den überwiegenden Fällen eindeutig sind.
Nur in sehr komplizierten Verlaufsformen und bei unklaren diagnostischen Zeichen wird ein Virusnachweis erstellt, hierzu wird das PCR-Verfahren angewandt. PCR heißt Polymerase Kettenreaktion und bestimmt die Erbsubstanz des Virus. Ein Nachweis im Blut ist sehr schwierig, da durch das Vorhandensein des Virus bei fast allen Menschen oft keine eindeutigen Ergebnisse möglich sind.

Es ist bei Auftreten der Herpes-Zoster Symptome auch an eine Infektion mit dem Herpes-Simplex-Virus zu denken.

Therapie

Der Stand der Dinge zur Behandlung einer Gürtelrose ist in der klassischen Schulmedizin immer noch eine Therapie mit einem Virostatikum, wobei Aciclovir, Brivudin, Famciclovir oder Valaciclovir eingesetzt werden. Dies sind Stoffe, welche die Vermehrung des Virus hemmen sollen, bis das Immunsystem sie beseitigen kann. Schwere Nebenwirkungen, besonders bei einer Gabe über sieben Tage, sind Leberentzündung (Hepatitis), blutige Durchfällen, Schwindel und vieles mehr.

Dennoch ist sie bei schweren Verläufen, gerade unter Beteiligung von Hirnnerven notwendig, um das Risiko von Spätfolgen zu senken. Hier ist der Beginn der Therapie möglichst noch im Prodromalstadium sehr wichtig, gehen Sie also rechtzeitig zum Arzt.

Das Ursprungsproblem des geschwächten Immunsystems wird hierbei jedoch völlig außer Acht gelassen, da nur so der Virus effektiv eingedämmt und an einem erneuten Ausbruch gehindert werden kann. Sollte er also an einer unkritischen Stelle ausbrechen, haben sich naturheilkundliche Methoden sehr bewährt, ebenso wie nach einer überstandenen Infektion.

Durch eine intravenöse Gabe von hochdosierten Vitamin-C lassen sich Symptome und Dauer der Erkrankung stark reduzieren, wie eine Studie zeigt. (1)

Hierbei wird das Immunsystem effektiv unterstützt und die Produktion von körpereigenen Immunzellen angeregt, welche das Virus bekämpfen können.

Auch andere Vitamine und Mikronährstoffe können einen positiven Einfluss auf die Gürtelrose haben, hier ist es wichtig herauszufinden, wo bei Ihnen ein Mangel besteht und diesen dann auszugleichen.

Eine Studie aus Dubai belegt, dass naturbelassener Honig, insbesondere der Manuka-Honig eine bis zu 59% stärkere Wirkung auf den Herpes-Virus hat als Aciclovir-Salbe. (2)

Dies ist nur ein Beispiel, wie wirkungsvoll natürliche Methoden sein können.

Prognose

Bei einem unkomplizierten Verlauf ist die vollständige Abheilung der betroffenen Gebiete sehr wahrscheinlich, es können jedoch Narben zurück bleiben.

Da der Virus jedoch lebenslang im Körper verbleibt, ist ein erneuter Ausbruch jederzeit möglich. Besonders gefährdet sind hier immungeschwächte Patienten, wie HIV, Chemotherapie, Interferontherapie.

Eine wirkungsvolle Vorbeugung dagegen ist also ein starkes Immunsystem, welches keine Angriffsfläche für das Virus bietet.

Hierzu helfen wir Ihnen sehr gerne, vereinbaren Sie doch noch heute einen Beratungstermin bei uns, damit wir gemeinsam herausfinden können, wo Ihr Immunsystem Schwachstellen besitzt.

Quellen

(1) Martin Schencking et al., „Intravenous Vitamin C in the treatment of shingles: Results of a multicenter prospective cohort study“, Medical Science Monitor, April 2012, „Intravenöse Vitamin C zur Behandlung von Gürtelrose: Ergebnisse einer multizentrischen prospektiven Kohortenstudie“ (Studie als PDF)

(2) Noori S. Al-Waili, „Topical honey application vs. acyclovir for the treatment of recurrent herpes simplex lesions.“, Medical Science Monitor, Julie 2014, „Topische Honig- Anwendung gegen Aciclovir zur Behandlung von wiederkehrenden Herpes Simplex Läsionen.“ (Studie als PDF)