Frau mit Migräne

Migräne – Kopfschmerzen

Krankheitsbilder

Sagen Sie ihrer Migräne goodbye – Den Kopf wieder frei bekommen.

Eine Migräne ist ein starker Anfall mit Kopfschmerzen und verschiedenen Symptomen, die Ursache dafür ist noch weitgehend unbekannt.

Migräneanfall

Ein Migräneanfall kann Tage dauern und für den Betroffenen ist oft das dunkele Schlafzimmer der einzige Ort, an dem es sich aushalten lässt. Noch dazu gilt Migräne bisher in der Medizin als unheilbar, weil die genauen Ursachen unbekannt sind. Da aber jeder dritte Mensch in seinem Leben einen Migräneanfall erlebt und bis zu 15% aller Frauen regelmäßig unter Migräneattacken leiden, ist hier der Bedarf an wirkungsvollen Therapien besonders hoch.

Im Alter um das vierzigste Lebensjahr tritt diese Erkrankung besonders häufig auf, Frauen leiden dreimal häufiger darunter als Männer.

Die Beschwerden treten anfallartig und in immer wiederkehrenden Perioden auf, oft begleitet von Übelkeit, Lichtempfindlichkeit und Sehstörungen, meist sind sie nur auf eine Kopfseite beschränkt.

Was also tun? Dafür müssen wir erst einmal die genauen Ursachen beleuchten.

Ursachen

Genaue Ursachen sind bisher unbekannt, so gilt Migräne in der klassischen Medizin auch als unheilbar. Es wird vermutet, dass sie vererbt wird, weil sich oft eine familiäre Häufung findet, jedoch kann sie auch auftreten, ohne dass ein Familienmitglied erkrankt ist.

Das ist so jedoch nicht ganz richtig, wir wissen eine ganze Menge über mögliche Ursachen:

Bekannt sind zum Beispiel sogenannte „Triggerfaktoren“, also Auslöser für einen Migräneanfall.

Einige bekannte Beispiele sind:

  • Stress

Es treten Anfälle oft nach einer besonders stressbelasteten Zeit auf, wie zum Beispiel am Wochenende.

  • zu wenig Schlaf oder zu falschen Zeiten (Schichtarbeit)
  • bestimmte Nahrungsmittel
  • Schwankungen im Hormonhaushalt (Schwangerschaft, Wechseljahre)
  • starke Schwankungen im Blutzuckerspiegel durch falsche Ernährung (Süßigkeiten, Weißmehlprodukte, weißer Reis, Marmelade, Honig, Fruchtsäfte, etc.)
  • ein sehr hoher Insulinspiegel (Hyperinsulinismus) ist mittlerweile auch in Studien ein bekannter

Auslösefaktor für Migräne. STUDIEN-LINK (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20959431)

Hier ist ein erhöhter Leptinspiegel im Blut verantwortlich, welcher durch den permanent erhöhten Insulinwert verursacht wird.

  • Schlafmangel in Kombination mit Alkohol und/oder Nikotin
  • Histaminintoleranz, tritt zum Beispiel besonders nach dem Genuss von Rotwein auf, da Rotwein sehr viel Histamin durch die alkoholische Gärung entwickelt
  • eine gestörte Darmbarriere, welche durchlässig für Umweltgifte und Erreger wird
  • und vieles mehr, die Auslöser sind von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich und müssen mit einem fachlich kompetenten Therapeuten herausgefunden werden.

Symptome

Typisch für Migräne sind folgende Symptome:

  • sehr starke Kopfschmerzen, welche als pochend oder stechend beschrieben werden. Sie sind oft einseitig lokalisiert, auf einer Schädelhälfte, in der Schläfenregion und hinter dem Auge.

Oft wechselt der Schmerzort von Anfall zu Anfall, körperliche Anstrengung verschlimmert die Symptome dabei deutlich.

  • Lichtempfindlichkeit
  • Geruchsempfindlichkeit
  • Lärmempfindlichkeit
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Sehstörungen
  • Appetitlosigkeit.

Es treten manchmal gewisse Vorzeichen auf, welche einen Migräneanfall ankündigen. Hierzu zählen:

  • Verspannungen in Schulter- und Nackenregion
  • Krankheitsgefühl
  • Schwindel
  • Müdigkeit
  • blasse Haut
  • vermehrtes Wasserlassen

Ein besonderes Vorzeichen bezeichnet die Medizin als sogenannte „Aura“

Hierbei werden Farben und Geräusche verstärkt und/oder verzerrt wahrgenommen. Lichtquellen können beispielsweise von einer hellen Iris umgeben sein, oder Lichthalluzinationen erscheinen flackernd am Sichtfeldrand. Zusätzlich treten Lähmungserscheinungen, Sprachstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten, Kribbeln in Händen und Füßen (Parästhesien) und Sehstörungen auf.

Diese Aura muss aber nicht immer auftreten, man unterscheidet also in Migräne mit Aura und Migräne ohne Aura.

Ebenfalls kann eine Migräne auch gänzlich ohne Kopfschmerzen ablaufen und nur die Symptome der Aura und anderer Vorzeichen zeigen.

An Migräne können Menschen in jedem Lebensalter erkranken, auch bei Kindern ist dies bereits möglich. Hier treten auch oft etwas andere Symptome auf, als bei Erwachsenen.

Schnupfen, gerötete Augen, geschwollene Lieder, Schwitzen im Gesicht und verengte Pupillen sollten Sie immer an einen Anfall denken lassen.

Diagnose

Zum Nachweis einer Diagnose führt der Therapeut zunächst eine ausführliche Anamnese durch, wo nach Auftreten, Auslöser, Intensität, Lokalisation, Begleiterscheinungen, Dauer und lindernden Faktoren gefragt wird.

Oft ist es sehr hilfreich, ein sogenanntes Kopfschmerztagebuch über einige Woche zu führen, wo alles Wichtige aufgeschrieben und zu dem Termin mitgebracht wird.

Des Weiteren werden körperliche-neurologische Untersuchungen durchgeführt. Hier werden Sehstörungen, Nervenleitung und Missempfindungen überprüft und Bewegungs- und Koordinationstests durchgeführt.

Zum Ausschluss von anderen, ernsten Erkrankungen werden oft zusätzlich apparative Untersuchungen angeordnet. Hierzu zählen die Elektroenzephalographie (EEG), Magnetresonanztherapie (MRT) und Computertomographie (CT).

Damit möchte man besonders mögliche Tumore, Blutungen oder Entzündungen im Kopfbereich ausschließen.

Therapie

Eine komplette Heilung der Migräne ist meist nicht möglich, jedoch können durch eine konsequente Therapie die Anfälle reduziert bis vollständig vermieden werden. Wenn es doch zu einem Anfall kommt, ist die Linderung der Beschwerden ein wichtiger Therapiepunkt.

Erst einmal sollten mögliche Triggerfaktoren herausgefunden und im Anschluss bewusst gemieden werden. Hier ist neben Nahrungsmitteln und Drogen wie Alkohol und Nikotin besonders die Pille (orale Kontrazeptiva) zu nennen, welche sehr häufig einen Auslöser darstellt.

Auch eine Darmsanierung kann zu einer deutlichen Linderung beitragen, da hier viele ernährungsbedingte Unverträglichkeiten und somit Trigger ihren Ursprung haben. Beispielsweise Glutamate und Aspartam (Zuckerersatz in Lebensmitteln) stehen in Verdacht, eine Migräne auszulösen.

Klassischer Weise werden vom Arzt sowohl einfache Schmerzmittel, wie Ibuprofen, Paracetamol, Acetylsalicylsäure und im Extremfall Triptamine verschrieben, gegen die Übelkeit auch noch Antiemetika.

Im Akutfall kann sich der Betroffene selbst gut behelfen mit kalten Kompressen, Schmerzmittel und abgedunkelten und ruhigen Räumen, bis der Schmerz nachlässt.

Langfristig ist aber eine ursächliche Therapie vonnöten, um die Häufigkeit und Heftigkeit der Anfälle zu reduzieren oder vollständig zu beseitigen.

Hier wird besonderes Augenmerk auf eine gesunde Darmbarriere, eine optimale Mikronährstoffversorgung (z.B. ein Magnesiummangel), den Hormonhaushalt, Umweltgifte und vieles mehr gelegt.

Auch Entspannungsübungen, Psychotherapie und regelmäßige Bewegung haben einen großen Einfluss auf den Verlauf der Behandlung.

Jeder Patient ist da sehr individuell und so gibt es auch keine allgemeingültige Therapie.

Prognose

Wenn auch Migräne offiziell als nicht heilbar gilt und immer wieder Attacken auftreten können, ist es jedoch möglich, mit der richtigen Therapie die Anfälle zu minimieren oder sogar völlig zu vermeiden.

Haben Sie noch Fragen oder Anregungen, dann rufen Sie uns doch an oder schreiben eine E-Mail. Wir freuen uns darüber immer sehr.