Polyzystisches Ovarialsyndrom - PCO-Syndrom - PCOS

PCO-Syndrom

Krankheitsbilder

Polyzystisches Ovarialsyndrom – PCO-Syndrom – PCOS

Wie es entsteht und welche Therapien wirklich helfen.

Übergewicht, verstärkte Körperbehaarung, Insulinresistenz, Unfruchtbarkeit, Zyklusunregelmäßigkeiten. Patienten, welche unter dem sogenannten polyzystischen Ovarialsyndrom leiden, kennen diese Symptome. Es handelt sich hierbei um eine Hormonstörung, welche bei Frauen bereits in jungen Jahren auftreten kann und im Alter von 20-30 Jahren verstärkt ausbricht.

Häufigkeit

Noch dazu ist diese Erkrankung relativ häufig, etwa jede zehnte Frau im gebärfähigen Alter ist davon betroffen. Erstmals in der Medizin beschrieben wurde sie im Jahre 1921 und ihr Name geht auf die Tatsache zurück, dass sich bei den Betroffenen um die Eierstöcke viele kleine flüssigkeitsgefüllte Zysten bilden. Die Eierstöcke heißen Ovarien, wo „viele“ (poly) kleine „Bläschen“(Zysten) gebildet werden. Darum polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS)

In der Schulmedizin wird das PCOS nur mit synthetisch hergestellten Hormonen und Insulin behandelt, dabei existieren in der Naturheilkunde eine Vielzahl an weiteren Therapiemöglichkeiten, welche zudem noch deutlich weniger Nebenwirkungen haben.

Ursachen

Bisher ist die Entstehung des PCOS noch unklar, man vermutet, dass die Neigung zu polyzystischen Ovarien vererblich ist. Einen Teil zur Entstehung soll aber auch die heutige Lebensweise beitragen, mit wenig Bewegung und ungesunder und fettreicher Ernährung.

  • Zu viel LH, zu wenig FSH

Der Ursprung liegt in diesem Fall in der Hirnanhangsdrüse, auch Hypophyse genannt. Diese schüttet unter anderem zwei Hormone aus, das LH (luteinisierendes Hormon), welches für den Eissprung zuständig ist und das FSH (follikelstimulierendes Hormon), welches die Eireifung bewirkt. Bei gesunden Menschen ist dieses Verhältnis fein ausgewogen, bei PCOS Patienten dagegen wird viel zu viel LH und zu wenig FSH ausgeschüttet.

Als Folge kommt es zu einer Anhäufung von unreifen Eizellen in den Eierstöcken, die aber nicht ausreifen können und der Eisprung bleibt somit aus.

  • Überproduktion von männlichen Hormonen –> Östrogendominanz

Durch dieses hormonelle Ungleichgewicht werden nun zusätzlich in den Eierstöcken vermehrt männliche Hormone (Androgene) ausgeschüttet und diese zum Teil in Östrogen umgewandelt, besonders bei übergewichtigen Patienten, da Fett diesen Prozess verstärkt.

Nun wird ein Kreislauf in Gang gesetzt, der die Problematik weiter verschlimmert. Der Überschuss an Östrogen führt dazu, dass noch mehr LH gebildet wird und die FSH Ausschüttung noch weiter gedrosselt wird.

Nun produzieren die Eierstöcke wieder mehr männliche Hormone und die Spirale dreht sich immer weiter.

  • Insulinresistenz

Aufgrund eines zu hohen Insulinspiegels beim PCOS (Hyperinsulinämie) wird die Fetteinlagerung im Gewebe angeregt, welche wie wir oben erfahren haben, zu einer noch stärkeren Umwandlung von männlichen Hormonen zu Östrogenen führt. Der Teufelskreis wird immer stärker und stärker.

  • Psychische Faktoren

Stress, psychische Probleme und mangelnde Erholung sollen ebenfalls einen großen Einfluss auf die Entstehung und Ausprägung dieser Erkrankung haben.

Symptome

Es treffen selten alle diese Symptome zu, meist ist nur ein Teil davon vorhanden.

  • Zyklusstörungen

Die Regelblutung tritt nur noch sehr selten auf (Oligomenorrhö), mit einem Zyklus von etwa 35 Tagen, oder aber gar nicht mehr (Amenorrhö). Außerdem können hin und wieder Zwischenblutungen auftreten.

  • Vermännlichung (Hirsutismus)

Die Körperbehaarung nimmt deutlich zu, auch an Stellen wie Oberschenkel, Bauch, Rücken und Oberlippe. Die Kopfhaare beginnen dagegen dünn zu werden und auszufallen. Die ganze Statur kann männlich werden. Bei starker Ausprägung sind auch eine tiefer werdende Stimme und eine Ausbildung männlicher Geschlechtsmerkmale möglich.

  • Fettige Haut, Akne
  • Übergewicht
  • eingeschränkte Fruchtbarkeit, im späteren Verlauf sogar Unfruchtbarkeit
  • metabolisches Syndrom

Übergewicht, vor allem zu viel Bauchfett, kombiniert mit erhöhten Blutzuckerwerten, Blutfetten und Blutdruck führt zu einem verstärkten Risiko für Herz- Kreislauferkrankungen

Diagnose

Es gelten bei der Diagnosestellung die sogenannten „Rotterdam-Kriterien“, um ein PCOS zu bestimmen.

  1. Die Periode ist unregelmäßig oder bleibt vollständig aus.
  2. Im Labor ergibt sich ein erhöhter Spiegel männlicher Sexualhormone, zusätzlich ist ein Hirsutismus erkennbar, besonders eine starke Körperbehaarung.
  3. Es zeigt sich im Ultraschall eine Vergrößerung der Eierstöcke mit Zystenbildung.

Des Weiteren findet eine gründliche Anamnese statt, wo weitere Anhaltspunkte für eine Störung im Hormonhaushalt festgestellt werden können.

Die körperliche Inspektion zeigt, ob eine verstärkte Körperbehaarung oder fettige Haut vorhanden ist.

Durch Ultraschall kann Größe und Form der Eierstöcke gut beurteilt werden, die Blutuntersuchung im Labor zeigt typische Veränderungen der Hormonspiegel LH, Testosteron, Androstendion, DHEA, DHEAS und Prolaktin.

Ein Zuckertest kann zudem eine Insulinresistenz feststellen, hierzu wird zunächst der Nüchtern-Blutzucker gemessen und dann nach Einnahme einer Zuckerlösung nach ein bzw. zwei Stunden noch mal. Ist dieser Wert dauerhaft erhöht, deutet das auf eine Insulinresistenz hin.

Therapie

In der Schulmedizin wird immer behauptet, es gäbe keine Heilung des PCO Syndroms, man könnte nur die Symptome lindern. Hierbei ist die klassische Therapie alles andere als nebenwirkungsarm und schonend. Cortisonpräparate, Diabetesmedikamente wie Metformin, die Pille und im Extremfall eine Operation mit Perforation der Eierstöcke, um ihre Funktion zu drosseln. Alles keine wirklich verlockenden Aussichten, besonders wenn die Frauen noch jung sind und Kinder bekommen möchten.

Dabei gibt es in der Naturheilkunde eine Vielzahl an Therapiemöglichkeiten, um das PCO-Syndrom  zu behandeln und die Symptome deutlich zu lindern und teilweise völlig verschwinden zu lassen.

Es sollte zu aller erst eine genaue Untersuchung der Schilddrüse stattfinden, da eine Unterfunktion (Hypothyreose) ähnliche Symptome auslösen kann, wie ein PCO-Syndrom

Des Weiteren ist eine gesunde Lebensführung und Umstellung der Ernährung ein wichtiger Faktor, da alleine ein Übergewicht (Adipositas) die Erkrankung deutlich verschlimmern kann. Viele Patienten berichten alleine durch Gewichtsreduktion von einer Linderung ihrer Beschwerden.

Dann wird im Einzelfall genau entschieden, welche Therapie die wirkungsvollste für den einzelnen Patienten ist, hier stehen eine optimale Mikronährstoffversorgung, schonende Hormonregulation, Darmreinigung und -sanierung, Ausleitung von Giftstoffen und vieles mehr zur Verfügung.

Auch sollte die Psyche eine wichtige Rolle in der Genesung spielen, hier ist die Hypnose ein wirkungsvolles Werkzeug, um Stress zu reduzieren und Lebensfreude zurück zu gewinnen.

Prognose

Bei einer effektiven und auf den Patienten speziell angepassten Therapie ist eine deutliche Linderung der Beschwerden bis zur völligen Symptomfreiheit möglich. Besonders junge Patientinnen, welche einen Kinderwunsch hegen, sind oft sehr glücklich über eine schonende Therapie, welche diesen nicht außer Acht lässt.

Sollten Sie unter einem PCO-Syndrom leiden, rufen Sie uns noch heute an oder schreiben die eine E-Mail, damit wir Ihnen möglichst schnell helfen können.