Aromatherapie Ätherischer Öle

Aromatherapie – Ätherischer Öle

Aromatherapie

Die Aromatherapie ist eine spezielle Form der Phytotherapie und nutzt die Anwendung ätherischer Öle zur Linderung von Krankheiten und steigert das Wohlbefinden des Patienten.

Sie existierte schon zu Zeiten der alten Hochkulturen und fand vorallem in Ägypten und Mesopotamien Anwendung. Dort wurden bereits Duftstoffe und Pflanzenteile als Räucherwerk zu therapeutischen Zwecken eingesetzt.

Die moderne Aromatherapie geht allerdings erst auf den Franzosen René-Maurice Gattefossé zurück, der nach einem Unfall in seinem Laboratorium feststellte, dass seine schweren Wunden und Verbrennungen unter Behandlung mit Lavendelöl schneller und ohne sichtbare Narbenbildung abheilten. Daraufhin begann er weitere Nachforschungen über die heilende Wirkung von ätherischen Ölen an zustellen. Bald darauf Vertrieb er antiseptische Seifen und arbeitete kurz darauf eng mit Ärzten und Krankenhäusern zusammen um die medizinischen Eigenschaften der ätherischen Öle weiter zu erforschen. Er  veröffentlichte mehrere Bücher über die Ergebnisse seiner Arbeit und gilt seither als Vater der Aromatherapie.

Einer der wichtigsten Bestandteile ist die Aromatherapie-Massage, bei der sich die Wirkung der Öle zum einen durch Inhalation und durch Beeinflussung des Geruchssinn entfaltet, zum anderen aber auch direkt über die Haut. Ätherische Öle lassen sich bereits nach einigen Minuten im Körper des Patienten nachweisen und entfalten dort ihre Wirkung, vorallem nach Inhalation und Einnahme direkt an den Organen. So lassen sich ganz Unterschiedliche Erkrankungen mit Hilfe von verschiedenen ätherischen Ölen behandeln. Diese wirken beispielsweise stimmungsaufhellend und aktivirend bei depressiver Verstimmung oder entkrampfend bei Verspannungen und Schmerzen im Magen-Darmbereich.

Auch in der Natürlichen Frauenheilkunde werden ätherische Öle mit großem Erfolg zur Behandlung von Infektionen eingesetzt. Hierzu wird ein Abstrich der Patientin im Labor untersucht und die gefundenen Keime im Rahmen eines Aromatogramms auf das Ansprechen gegen verschiedene antibiotisch wirkende ätherisch Öle getestet. Mit diesem Ergebnis lassen sich in der Apotheke genau auf die Patientin abgestimmte Zäpfchen oder Cremes anfertigen und die Einnahme eines oralen Antibiotikums häufig vermeiden.

Diese antibiotische Wirkung lässt sich auch bei vielen anderen Infektionskrankheiten nutzen, wie zum Beispiel grippalen Infekten, Erkrankungen der Haut und Schleimhäute oder Blasenentzündung.

Aromatherapie ist in der modernen Komplementärmedizin nicht mehr wegzudenken.