Vaginale Infektionen

Vaginale Infektionen

Beschwerden im Intimbereich

Vaginale Infektionen

Fast alle Frauen erkranken mindestens einmal in ihrem Leben an einer Infektion im Intimbereich. Leichte vorübergehende Beschwerden wie Juckreiz und Brennen kennen wohl alle Frauen.

Gerade während der heißen Jahreszeit und ausgedehnten Schwimmbadbesuchen sind Infektionen besonders häufig, aber auch nach Einnahme von Antibiotika oder bei Diabetikerinnen treten sie regelmäßig auf.

Was sind vaginale Infektionen und typische Beschwerden?

Eine vaginale Pilzinfektion macht sich vor allem durch starken Juckreiz im Intimbereich, verstärkten Ausfluss, eventuell Schmerzen beim Wasserlassen und/oder Geschlechtsverkehr, Rötungen, Schwellung und Reizungen bemerkbar.

Pilzinfektionen sind in der Regel durch eine einfache Abstrichuntersuchung leicht zu diagnostizieren und schnell zu behandeln. In den meisten Fällen heilen sie nach entsprechender Therapie folgenlos aus. Sie können jedoch auch bei richtiger Behandlung sehr hartnäckig sein und immer wieder auftreten beziehungsweise chronisch verlaufen.

Neben den Pilzinfektionen, den sogenannten Vaginalmykosen, gibt es auch bakterielle Infektionen im Intimbereich. Die Symptome können sehr ähnlich sein, allerdings stehen oft brennende Schmerzen und ein verstärkter Ausfluss mit einem charakteristischen Fischgeruch im Vordergrund.

Auch diese Erkrankung lässt sich leicht diagnostizieren und behandeln. Gerade die gezielte Behandlung einer bakteriellen Vaginose ist besonders wichtig. Unbehandelt erhöht sie unter Umständen das Risiko für Fehlgeburten, zusätzlicher anderer Infektionen im Intimbereich und schwerer Entzündungen der Gebärmutter oder Eierstöcke.

Nach erfolgreicher Behandlung sind einige Frauen wieder völlig beschwerdefrei.

Leider gibt es auch viele Fälle, in denen Infektionen trotz Therapie immer wieder Auftreten. Ebenso permanente Beschwerden wie Ausfluss, Juckreiz oder Schmerzen sind häufig, obwohl sich auf den ersten Blick keine Infektion feststellen lässt.

Diese Frauen haben oft einen langen Leidensweg hinter sich und probieren viele verschiedene Medikamente, Cremes und Therapien, meist jedoch mit mäßigem Erfolg. Auch die Partnerschaft kann stark darunter leiden.

Welche weiteren Möglichkeiten gibt es?

Zunächst ist eine gezielte Diagnostik durch Speziallabore erforderlich, um der Ursache auf die Schliche zu kommen. In Frage kommen eine gestörte Vaginal-und Darmflora, hormonelles Ungleichgewicht, falsche Intimhygiene, Allergien, seltene Erkrankungen, aber auch Infektionen mit schwer erkennbaren Erregern.

Bei wiederkehrenden Infektionen sollte immer getestet werden ob Resistenzen vorliegen und welcher Wirkstoff am besten zur Therapie geeignet ist.

Es gibt Frauen die an chronischen Pilzinfektionen leiden, hier gilt es vor allem nach einem, im Körper liegenden Infektionsherd zu suchen und diesen mitzubehandeln. Häufig finden sich neben Infektionen der Vagina, Pilzbesiedlungen im Darm, Mund oder im Bereich der Haut und Nägel.

Bei einem der häufigsten Verursacher einer Vaginalmykose, handelt es sich um Candida albicans, dies ist ein Pilz der überall in der Umwelt vorkommt und sich auch permament auf unserer Haut und Schleimhaut aufhält ohne Beschwerden hervorzurufen. Auch die meisten anderen Keime, die zu Infektionen führen, gehören zu unserer natürlichen Hautbesiedlung und machen bei einem gesunden Immunsystem keine Probleme. Manche Menschen reagieren jedoch schon auf kleinste Mengen eines Erregers sehr empfindlich oder das Immunsystem hat bei diesem Bereich eine kleine Lücke in der Abwehr. Hier ist es uns möglich in einem speziellen Labor einen auf die Patientin und Ihren „Problemkeim“ abgestimmten Impfstoff herstellen zu lassen um die Überempfindlichkeit oder die Schwäche des Immunsystems in diesem Bereich zu regulieren.

So ist eine schonende aber effektive Behandlung mit langfristigem Erfolg möglich.

In unserer Praxis beraten wir Sie gerne individuell bei Ihrem Erstgespräch.