Lymphdrainage

Lymphdrainage – Entstauungstherapie

Manuelle Lymphdrainage

Geschwollene Arme und Beine, dicke Augen nach dem Aufwachen, wer kennt das nicht? Viele Menschen leiden unter einem gestörten Lymphabfluss, das Wasser im Blut wird in das umliegende Gewebe gepresst und lagert sich dort an. Die Folgen sind Schwellungen, Ringe und Schuhe passen nicht mehr richtig, das Gesicht sieht verquollen und müde aus.

Sind nach einer schweren Operation oder Krankheit, wie z.B. Brustkrebs, Gelenkersatz oder Lipödem die Lymphabflussbahnen zerstört, spricht man von einem manifestiertem Lymphödem, welches im Alltag zu einer massiven Behinderung werden kann. Hier lagert sich neben großen Mengen von Wasser zusätzlich auch noch Eiweiße ab, das Gewebe wird fest und teigig, bis es im Endstadium zu einer so genannten Elephantiasis kommt, also einer gewaltigen Schwellung der Extremität.

Die Lymphbahnen sind sozusagen die Müllabfuhr des Körpers, sie transportieren abgestorbene Zellen, Stoffwechselprodukte, Flüssigkeit und vieles mehr aus dem Gewebe in das Blut, damit sie letztendlich vom Körper ausgeschieden werden können.

Der sanfte Weg der Entstauung

Hier hilft die Lymphdrainage ganz wunderbar, durch sanfte streichende und massierende Handgriffe werden Lymphknoten und Lymphbahnen entstaut und überschüssiges Gewebewasser abtransportiert. Auch Narbengewebe nach einer Brustentfernung nach Brustkrebs mit anschließender Bestrahlung kann weicher und weniger schmerzhaft werden.Ebenso wird die Verdauung auf natürliche Weise angeregt.

Dabei ist diese Therapie für Sie völlig schmerzfrei, da der Druck nur sehr sanft ausgeübt wird. Eine Lymphdrainage ist niemals mit einer herkömmlichen Massage zu verwechseln und sollte nur von ausgebildeten Therapeuten durchgeführt werden.

Im Anschluss an die Behandlung kann in schweren Fällen ein spezieller Kompressionsverband oder Kompressionswäsche angelegt werden.

Weitere Anwendungsgebiete der Lymphdrainage sind Verletzungen wie Verrenkungen, Zerrungen, Verstauchungen, Muskelfaserrisse, Verbrennungen, Schleudertrauma, Morbus Sudeck, Migräne und vieles mehr.

Für wen ist eine Lymhdrainage nicht sinnvoll?

Sollten sie unter einer manifestierten Herzschwäche leiden (Grad 3 oder 4), eine akute Infektion mit Fieber durchmachen oder unter einer aktiven Thrombose leiden, ist keine Lymphdrainage möglich. Auch andere Gründe können gegen eine Behandlung sprechen, wir beraten Sie da im Einzelfall sehr gerne.